Startseite Leitfaden Widerruf Kontakt

Zink · Magnesium · Proteinsynthese

Jede Zelle baut ihre Proteine selbst

Wissenschaftliche Fakten zu zwei Mineralien — gemäß EU-Verordnung (EU) Nr. 432/2012. Was diese Seite darüber hinaus schreibt, ist als Beschreibung von Zellvorgängen gekennzeichnet und nicht als zugelassene Angabe.

Zur Lesestrecke

Getrennt geführt, weil die Liste sie getrennt führt

Das Unionsregister der zugelassenen Angaben ordnet jeden Satz genau einem Nährstoff zu. Eine gemeinsame Formulierung für zwei Elemente gibt es dort nicht, und deshalb steht hier auch keine. Drei Einträge betreffen die beiden Mineralien dieser Seite: zwei davon Zink, einer Magnesium.

Zn

Zink

Ordnungszahl 30 · Referenzwert 10 mg

Ein Erwachsener trägt zwei bis drei Gramm Zink mit sich, den größten Teil davon in der Skelettmuskulatur und im Knochen. Ein Vorratslager wie beim Eisen gibt es nicht: Was heute gebraucht wird, muss annähernd heute ankommen. Im Blutplasma zirkuliert nur ein Bruchteil des Gesamtbestands, gebunden an Albumin und an ein Transportprotein der Leber.

Rechnerische Auswertungen des menschlichen Proteinbestands ordnen etwa jedem zehnten Eiweiß eine Bindungsstelle für Zink zu. Darunter sind Enzyme des Zuckerumsatzes, Enzyme der Genablesung und eine große Gruppe von Proteinen, die an der DNA andocken.

Nennenswerte Mengen liefern Austern, Weizenkeime, Kürbiskerne, Hartkäse, Rindfleisch und Haferflocken. Wie viel davon die Darmwand passiert, hängt stark von der Begleitkost ab: Phytat aus ungekeimtem Getreide und aus Hülsenfrüchten senkt die Quote, tierisches Eiweiß hebt sie.

„Zink trägt zu einer normalen Proteinsynthese bei“

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012

„Zink trägt zu einer normalen DNA-Synthese bei“

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012

Mg

Magnesium

Ordnungszahl 12 · Referenzwert 375 mg

Rund vierundzwanzig Gramm Magnesium verteilen sich auf den Körper eines Erwachsenen, etwa sechzig Prozent davon auf das Knochenmineral. Im Blutserum liegt weniger als ein Prozent des Bestands; der Laborwert bildet die Versorgung des Zellinneren deshalb nur eingeschränkt ab.

In der Zelle ist das Ion fast durchweg an etwas gebunden — an Nukleotide, an Ribonukleinsäuren, an Proteine. Getreidekeimlinge, Kleie, Kerne, Nüsse, Hülsenfrüchte und dunkelgrünes Gemüse stehen in den Gehaltstabellen weit oben.

„Magnesium trägt zu einer normalen Proteinsynthese bei“

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012

Herkunft der zitierten Sätze

Verordnung (EU) Nr. 432/2012

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit prüft für jeden Nährstoff und jede Körperfunktion einzeln, ob der behauptete Zusammenhang durch Studien gedeckt ist. Fällt die Bewertung positiv aus, formuliert die Kommission daraus einen kurzen Satz und nimmt ihn in eine Liste auf.

Diese Sätze sind im Wortlaut festgelegt. Jaspiskern gibt sie unverändert wieder und kennzeichnet sie durch Anführungszeichen und die Fundstelle. Alles andere auf dieser Seite ist beschreibender Text und keine amtlich geprüfte Aussage.


Warum der Eiweißbestand des Körpers nie fertig wird

Ein erwachsener Mensch von siebzig Kilogramm besteht zu etwa zehn bis zwölf Kilogramm aus Eiweiß. Diese Masse steht nicht still. Schätzungen aus Markierungsversuchen mit stabilen Isotopen kommen auf zweihundertfünfzig bis dreihundert Gramm Eiweiß, die täglich zerlegt und in derselben Größenordnung neu zusammengesetzt werden. Auf dem Teller liegt davon nur ein Bruchteil: Der Referenzwert für die Zufuhr bewegt sich bei etwa sechzig Gramm am Tag.

Die Differenz stammt aus dem Recycling. Alte, beschädigte oder nicht mehr benötigte Proteine werden in ihre Bausteine zerlegt, und diese Bausteine stehen für den Neubau wieder zur Verfügung. Der Körper führt also kein Lager, sondern einen Kreislauf, in den täglich etwas Neues eingespeist und aus dem täglich etwas ausgeschieden wird.

Diese Dauerbaustelle ist der Grund, weshalb die Zusammensetzung der Nahrung überhaupt eine Rolle spielt. Wer wissen will, wo Zink und Magnesium in diesem Kreislauf auftauchen, muss nicht bei einem einzelnen Organ ansetzen, sondern bei den Enzymen, die in jeder Zelle dieselbe Arbeit verrichten. Genau dort setzen die drei Einträge an, die weiter oben zitiert sind.

Woran die Bewertung dieser Sätze festgemacht wurde

Hinter jedem Eintrag in der Unionsliste steht ein Gutachten, und in diesen Gutachten wird nicht mit Erfahrungswerten argumentiert, sondern mit Enzymen, Messreihen und Zufuhrversuchen. Die folgenden drei Abschnitte benennen jeweils den Vorgang, um den es dabei ging.

Vier energiereiche Bindungen für eine einzige Aminosäure

Bevor eine Aminosäure in eine wachsende Kette eingebaut werden kann, muss sie an ihr Transportmolekül gekoppelt werden. Dieser Kopplungsschritt verbraucht ein Nukleotid und spaltet dabei zwei energiereiche Bindungen. Zwei weitere kommen im Zyklus der Kettenverlängerung hinzu: eine beim Heranführen des beladenen Transportmoleküls, eine beim Weiterrücken um drei Basen. Macht vier pro eingebautem Baustein — bei einem Protein aus dreihundert Aminosäuren also weit über tausend.

Keines dieser Nukleotide wird von den beteiligten Enzymen in freier Form angenommen. Sie greifen den Komplex aus Nukleotid und Magnesiumion, und die Ladungsverteilung dieses Komplexes ist es, die in die Bindetasche passt. Zusammen mit der Bindung an Ribonukleinsäuren erklärt das, warum von den rund siebzehn Millimol Magnesium pro Liter Zellwasser nur ein kleiner Anteil ungebunden vorliegt.

„Magnesium trägt zu einer normalen Proteinsynthese bei“

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012

Etwa jedes zehnte menschliche Protein bindet ein Zinkatom

Zink kommt in der Zelle kaum als frei bewegliches Ion vor; es sitzt in Proteinen, und zwar nicht als Zierde, sondern als Bauteil. Auswertungen des menschlichen Proteinbestands schätzen den Anteil zinkbindender Eiweiße auf ungefähr ein Zehntel. Mehr als dreihundert Enzyme zählen dazu.

Für die Herstellung von Proteinen sind zwei Gruppen von Bedeutung. Zum einen die Enzyme, die Genabschnitte in eine Arbeitskopie umschreiben: Alle drei Ausführungen dieser Enzyme tragen Zinkatome in ihrem Aufbau. Zum anderen jene Proteine, die vor der Abschrift bestimmen, welcher Abschnitt überhaupt gelesen wird — ihr häufigstes Baumuster hält seine Form nur, solange ein Zinkatom in der Mitte sitzt, und trägt deshalb den Namen des Metalls.

„Zink trägt zu einer normalen Proteinsynthese bei“

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012

Die Darmkrypte erneuert sich schneller als jedes andere Gewebe

In den Vertiefungen der Dünndarmschleimhaut sitzen Zellen, die sich im Abstand von etwa einem Tag teilen. Ihre Nachkommen wandern zur Zottenspitze, arbeiten dort drei bis fünf Tage und werden dann abgestoßen. Jede dieser Teilungen setzt voraus, dass zuvor der komplette Satz Erbmaterial kopiert wurde — ein Kopiervorgang, der Millionen einzelner Bausteine aneinanderfügt und dabei auf Enzyme mit Zink im Aufbau angewiesen ist.

Dieselbe Beobachtung gilt für die Oberhaut und für die Zellen der körpereigenen Abwehr. Sie erklärt, weshalb in Zufuhrversuchen Veränderungen zuerst an schnell erneuernden Geweben auffallen, lange bevor sich an langsam umgesetzten Strukturen wie Sehnen oder Knochen etwas messen lässt.

„Zink trägt zu einer normalen DNA-Synthese bei“

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012


Jaspiskern als digitale Lesestrecke

Die ausführliche Fassung dieses Themas liegt als Datei zum Herunterladen bereit: Umsatzzahlen für einzelne Gewebe, Gehaltstabellen für Zink und Magnesium, Referenzwerte nach EU-Vorgabe und der Wortlaut der drei Einträge, die für diese beiden Elemente gelten.

49,00 € inkl. MwSt.

Einmaliger Zugang · Digitales Informationsprodukt

Zwei Wochen Spielraum

Vierzehn Tage lang bleibt die Bestellung umkehrbar. Eine formlose Mitteilung genügt — per E-Mail, per Brief oder über das Formular am Ende dieser Seite; Gründe müssen Sie darin nicht nennen. Der bezahlte Betrag geht vollständig zurück, und zwar auf demselben Weg, auf dem er eingegangen ist. Wann die Frist zu laufen beginnt und wie das Musterformular aussieht, steht in der Widerrufsbelehrung.


Gesundheitshinweis

Was Sie hier lesen, ist allgemein gehaltene Sachinformation ohne Bezug auf eine bestimmte Person. Eine ärztliche Untersuchung, eine Diagnose oder die Wahl einer Therapie kann sie nicht ersetzen. Wer Beschwerden hat, wer Arzneimittel einnimmt oder wer eine Ergänzung erwägt, bespricht das am besten in einer Arztpraxis oder in einer Apotheke. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die auf der Packung angegebene tägliche Verzehrmenge sollte nicht überschritten werden. Bewahren Sie Erzeugnisse dieser Art für kleine Kinder unerreichbar auf.

Was hinter dieser Adresse steht

Jaspiskern wird redaktionell von dem im Impressum genannten Unternehmen verantwortet. Eine gesellschaftsrechtliche oder inhaltliche Verbindung zu Google LLC, zu YouTube LLC, zu Alphabet Inc. oder zu deren Tochtergesellschaften besteht nicht. Die Bezeichnungen Google und YouTube sind Marken von Alphabet Inc. und stehen hier nur dort, wo diese Unternehmen benannt werden müssen. Keine Zeile dieser Webseite wurde von den genannten Anbietern geprüft oder freigegeben. Sollten wir deren Anzeigenprodukte buchen, folgt daraus keine Empfehlung durch sie.


Der Weg zu Jaspiskern

Fragen zum Inhalt, zur Bestellung oder zu gespeicherten Daten nehmen wir über dieses Formular entgegen. Eine Antwort kommt in der Regel innerhalb von zwei Werktagen; auf dem Postweg dauert es entsprechend länger.

Ohne Formular geht es auch: [email protected].